"Nachhaltig leben und arbeiten" war und ist 

seit  2011 das Motto  der KAB St. Peter und Paul, Oesede

 

 

Die Jahre 2015 und 2016 stehen in der KAB unter dem Schwerpunkt   

                „ Gut wirtschaften“:
„Nachhaltig leben und arbeiten“. Das ist das Leitthema, mit dem wir uns als Katholische Arbeitnehmer - Bewegung Deutschlands seit dem Bundesverbands tag in Würzburg 2011 inhaltlich auseinan- dersetzen.
Nach „Klug kaufen“ (2012), „Richtig steuern“ (2013) und „Sinnvoll leben“ (2014) setzen wir mit dem Schwerpunkt „Gut wirtschaften 2015/2016 einen weiteren wichtigen Akzent in der Beschäftigung und Umsetzung dieses Leitthemas.
 

Weitere Informationen unter:

http://www.kab.de/nc/themen/kab-jahresthemen-2012-16/gut-wirtschaften/

 

 

Im Rahmen verschiedenster Veranstaltungen zum Thema "Altersarmut durch z. T. menschenverachtende Arbeitsverhält- nisse, Dumpinglöhne, Leiharbeit, geringfügige Arbeitsverhält- nisse u. a. und sich daraus ergebenden geringen Renten- ansprüche" wurde von der KAB St. Peter und Paul, Oesede u. a. ein "Offener Brief" an die damalige Ministerin für Arbeit und Soziales, Frau von der Leyen, geschrieben worden. Den sich daraus ergeben- den Schriftverkehr können Sie im Folgenden lesen: 

Briefwechsel mit dem Ministerium für Arbeit und Soziales zum Thema Altersarmut: 

        KAB St. Peter und Paul, Georgsmarienhütte - Oesede          Offener Brief     


                     

Bundesministerium  für Arbeit und Soziales 

z. Hd. Frau Ministerin Dr. Ursula von der Leyen 

Wilhelmstraße 49 

10117 Berlin                                          Georgsmarienhütte, den 24. April 2012
                                                                                                                                                                  

Sehr geehrte Frau Ministerin,
    

Altersarmut  ist für die nächsten Jahre vorprogrammiert, wenn es nicht umgehend eine  positive und umfassende Reform im Rentensystem und den sozialen  Sicher- ungssystemen gibt. Mit  dieser Feststellung zieht die KAB  St. Peter und Paul Georgsmarienhütte/Oesede Zwischenbilanz einer umfangreichen  Auseinandersetz- ung mit dem Thema „Soziale Gerechtigkeit in Deutschland“. Die sinkende Gebur- tenrate, die Alterung unserer Gesellschaft, vor allem aber die einschneidenden negativen Veränderungen in der Arbeitswelt haben Fakten geschaffen (z.  B. atypische oder prekäre Beschäftigungsverhältnisse) die für viele  Menschen einen zukünftigen Lebensabend in Armut bedeuten. Intensiv  haben wir uns mit den verän- derten Arbeitsbedingungen auseinandergesetzt  und fordern daher, dass jeder Mensch, der sein Leben lang versicherungspflichtig gearbeitet, hat, im Alter wenig- stens eine Rente  bekommen muss, die ihm ein menschenwürdiges Leben ermög- licht. Hier ein Beispiel für die heutige Situation in der Rentenversicherung:   

 

              Durchschnittsverdienst aller Versicherten im Jahre 2011:

30.268 € = 1 Entgeltpunkt

1 Entgeltpunkt = 27,47 €

40 Jahre Durchschnittsverdienst = 40 Entgeltpunkte =

40 x 27,47 € = 1099 € Rente brutto = 987 € Rente netto.

 

Vor allem wenden wir uns gegen die total ausgeuferten und teilweise menschenverachtenden Arbeitsverhältnisse wie z. B. massenhafte Leiharbeit, massenhafte 400,-- Euro-Jobs, massenhafte Arbeitsverhältnisse zu Dumping-löhnen, massenhafte befristete Arbeitsverhältnisse usw. usw. Wir fordern von Ihnen, dass diese Art von Arbeitsverhältnissen zumindest stark begrenzt bzw. ganz verboten werden. Arbeitnehmer, die nie die Chance hatten, in ein festes und gerecht ent- lohntes Arbeitsverhältnis zu kommen, können nie einen Rentenanspruch erwerben, der ihnen im Alter ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Das ist ein großer Skandal in unserem angeblich so reichen Land!

Darum möchten wir von Ihnen wissen, was Sie zu tun gedenken, um zukünftige Altersarmut (besonders betroffen davon sind Frauen) zu verhindern.

Auf Ihre Antwort warten wir gespannt.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Monika Ralle

Kreisauer Str. 5

49124 Georgsmarienütte 

Tel.: 05401/42119

 

 

 Hier die Antwort der Ministerin für Arbeit und Soziales

(die uns übrigens in keinerweise zufrieden stellte): 

 

 

 

Deshalb hier unsere damalige Antwort an die Ministerin,

Frau von der Leyen 

 
 

KAB St. Peter und Paul, Oesede
Monika Ralle,  Vorsitzende
KreisauerStr. 5
49124 Georgsmarienhütte                                  ,den 22.12.2012                               

Ministerium
für Arbeit und Soziales
z.Hd. Frau Ministerin Dr. Ursula von der Leyen

11017 Berlin


Sehr geehrte Frau Ministerin,


mit Schreiben vom 14. Mai 2012 vom Referat IVb 3, Karsten Pötzsch, erhielt ich eine Antwort auf meine Anfrage vom 24. 04. 2012, was Sie zu tun gedenken, um zukünftige Altersarmut zu verhindern. Diese Anfrage wurde von Herrn Pötzsch, meiner Ansicht nach, gar nicht beantwortet. In seinem Schreiben wird lediglich die uns schon seit ca. 1989 bekannte Situation beschrieben (seitdem diskutieren wir innerhalb unseres Verbandes der Kath. Arbeitnehmer/innen Bewegung (KAB) den demografischen Faktor bzw. Wandel in der Gesellschaft und suchen nach Lösungen). Ich vermisse in dem Schreiben von Herrn Pötzsch wenigstens ansatzweise Lösungsvorschläge oder Ideen.  Immerhin ist das Thema „Altersarmut“ nun auch in Ihren Kreisen und in den Medien angekommen. Daher nehme ich an, dass auch Sie schon seit längerem an Lösungen arbeiten. Der Bundesverband der KAB (Kath. Arbeitnehmer/innen Bewegung) hat schon vorlängerer Zeit ein Modell entwickelt, das auch allen Parteien zugesandt wurde. Einen Flyer füge ich diesem Schreiben bei. Ich hatte damit gerechnet, dass Herr Pötzsch sich ein wenig intensiver mit dem Thema „Altersarmut“ auseinandergesetzt hätte. Unser Rentenmodell wurde von mehreren Experten schon geprüft und als umsetzbar bewertet. Mit meiner Antwort auf Ihr Schreiben habe ich deswegen so lange gewartet, weil die Medien fast jeden Tag neue Informationen zum Thema  „Altersarmut“ veröffentlichten, so dass ich recht hoffnungsvoll war, dass eine vernünftige Lösung gefunden würde. Was bei mir und unserem Verband bis jetzt jedoch angekommen ist, ist völlig unbefriedigend. Die von Ihnen geforderten 40 bzw. 45 Versicherungsjahre und zusätzliche Eigenvorsorge ist vor allem bei Frauen  (wegen Kindererziehung etc.) und Geringverdienern fast unmöglich. Ich erwarte von Ihnen bzw. Herrn Pötzsch eine andere Antwort als eine Auflistung der mir schon seit langem bekannten Tatsachen und Statistiken.  

Mit freundlichem Gruß


Monika Ralle (Vorsitzende)


...... und hier gibt es die letzte Anwort des Ministeriums, die wir als vorläufiges Endes des Dialogs ansehen!

 

   

    

 

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